Für gerechte Entlohnung – Gegen prekäre Beschäftigung

Berlin, den 25.06.2008, die Besucherbetreuerinnen und Besucherbetreuer der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, die Beschäftigten der T&M Technik und Museum Marketing GmbH.

Seit Anfang Mai streikt der Öffentliche Dienst in Berlin für die Erhöhung seiner Bezüge. Von Arbeitgeberseite kam bis heute kein ernstzunehmendes Angebot. Die erste Tarifrunde am Freitag, den 20.Juni, endete ohne ein Ergebnis. Die Gewerkschaften ver.di, GdP, GEW und IG Bau fordern die Übernahme des Ergebnisses der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, die ihren Bediensteten schon lange 2,9% Lohnzuwachs zahlen. Außerdem verlangen die Gewerkschaften Einmalzahlungen in Höhe von dreimal 300 Euro.

Wir, die Beschäftigten der T&M Technik und Museum Marketing GmbH, finden die Forderungen der Streikenden berechtigt und unterstützen den Kampf um die Erhöhung der Bezüge der Angestellten im Berliner Öffentlichen Dienst uneingeschränkt. Aber auch die Situation der Besucherbetreuung im Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) verschärft sich mit jedem Tag ohne ein Ergebnis. Wir kämpfen nicht um Lohnerhöhungen, sondern um unsere Arbeitsplätze. Ende Juni drohen die nächsten 40 Arbeitsverträge der ehemals 180 Besucherbetreuerinnen und -betreuer auszulaufen.

Schon jetzt kann nicht mehr von einer qualitativen Besucherbetreuung gesprochen werden. Wir als Beschäftigte der T&M leiden unter ständiger Unterbesetzung und der Verdrängung durch Leiharbeiterinnen und -arbeiter der Sicherheitsfirma „Securitas“. Von den drei Einsatzorten im Museum dürfen wir seit Ostern nur noch zwei, ab 28. Juni voraussichtlich nur noch einen betreten. Wenn es bis Ende dieses Monats keine Vertragsverlängerungen gibt, bedeutet dies faktisch das Ende der Besucherbetreuung im Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB).

Deshalb fordern wir die Verantwortlichen der Museumsdirektion und der Landespolitik auf, binnen dieser Woche zu reagieren. Am Donnerstag wird das Technikmuseum zum wiederholten Male Thema Abgeordnetenhaus sein. Am Freitag findet erneut ein Gespräch der Museumsleitung mit dem Betriebsrat unter Beteiligung der Senatskanzlei statt. Dort müssen unverzüglich ordnungsgemäße Arbeitsverträge und die Wieder- und Neueinstellung von Beschäftigten zugesagt werden, um die monatelange Unterbesetzung zu beenden und den Erhalt einer qualitativen Besucherbetreuung zu sichern!

BESUCHERBETREUUNG BLEIBT!

Die Presserklärung als pdf.